Letztes Modul
Dann habe ich alle wichtigen Papiere von Modul 3 ausgedruckt und auch auf meinen USB-Stick geladen. Heute ist endlich mal ein ruhiger Tag am Computer, bei einem Freund, der Internetanschluss hat.
Die von Cornelia Gick empfohlenen Einstiegspunkte für die Betrachtung eines Senders finde ich sinnvoll:
- Programmstruktur entdecken
- wann Nachrichten
- wann interessante Sendungen
Beim Hören/Sehen einer Sendung
- Notizen zu den wichtigsten Informationen machen
- Wörter und Formulierungen notieren
Eventuell zum Thema noch im Internet recherchieren.
Zunächst habe ich mir ein paar Notizen gemacht, wo ich denn bisher schon mit Zeitungen, Zeitschriften und Internet gearbeitet habe:
- Schon vor der Existenz des Internet habe ich mit aktuellen deutschsprachigen Artikeln im Unterricht gearbeitet, ausgeschnitten aus Zeitungen und Zeitschriften. Da habe ich dann Artikel ausgesucht, die zu einem Unterrichtsthema passten, die die Interessen der jeweiligen Gruppe trafen und/oder die von Inhalten handelten, die den teilnehmern bekannt waren (z.B. Reiseberichte aus Peru, Klimaphänomen El Nino, archäologische Forschungen in Peru). Besonders wichtig war mir dabei immer, dass bei solchen Artikeln mit “bekannten” Inhalten es jetzt wirklich gut funktionierte, Hypothesen über Wortschatz aufzustellen und die Lerner erstaunt waren, wie viel sie wirklich schon ohne Wörterbuch verstanden.
- Das Internet machte es natürlich leichter, an aktuelles Material heranzukommen. Aber ausführlichere Ausarbeitungen zu Texten machte ich immer mit “langlebigeren” Texten als mit Nachrichten. Über www.paperball.de (Suchmaschine in deutschsprachigen Zeitungen) legte ich mir mit der Zeit eine größere Sammlung von Artikeln zu, die ich häufiger verwenden konnte, und inzwischen habe ich für die Suchwörter “Lima Peru” bei http://www.google.de/alerts?hl=de
Nachrichten-Links abonniert, so dass meine Sammlung immer größer wird.
Der Mangel, den ich daran jetzt sehe, ist, dass ich den Lernern nicht Aufgaben und Wege gegeben habe, etwas selbst zu suchen und sich dann darüber im Unterricht auszutauschen oder etwas mit diesem Material für Dritte zu machen - das Internet war eigentlich immer nur eine Quelle für abwechslungsreiches Material, das ich irgendwie präsentiert und
mit Aufgaben versehen habe.
Das Einzige, was ich häufig jeweils einmal mit einer Klasse gemacht habe: wenn es sich vom Lehrwerk her oder vom Unterrichtsthema her ergibt, initiiere ich einen kurzen Erfahrungsaustausch mit den Lernern: Wo benutzen Sie das Internet zum Deutschlernen? - und da kommen interessante Informationen für alle zustande, und ich erwähne, je nach Kursniveau www.schellingstrasse60.de (für Anfänger), www.kaleidoskop.de, Deutsche Welle mit ihren verschiedenen Angeboten für Deutschlerner usw.
Verschiedene Möglichkeiten, die ich jetzt durch die Kurse MMF2 und MMF3 kennen gelernt habe, und die auf autonomes Lernen, Benutzung des Internet im Rahmen von Blended-learning-Projekten und in Gruppenarbeit hinzielen, lassen mich mein bisheriges Arbeiten neu überdenken. Bei unseren 2-monatigen Zyklen im GI Lima, wo man auch nicht sicher sein kann, den gleichen Kurs einen weiteren Zyklus zu unterrichten, muss ich überlegen, was da in dieser Richtung konkret machbar ist. Sicher gibt es bis zum Ende von B1 nur wenig Spielraum - aber ich werde mir die jeweiligen Lektionen (wir arbeiten da mit Tangram) auf alle Fälle genauer daraufhin ansehen. Und ab B2 (da arbeiten wir mit em Hauptkurs) gibt es auf alle Fälle mehr Freiheit und also auch mehr Möglichkeiten.
Direkt mit Nachrichten habe ich manchmal in der Oberstufe gearbeitet. Zu der Zeit hatte nur eine verschwindende Minderheit Kabelanfernsehen oder Internet, und auch bei der Deutschen Welle war das Angebot längst noch nicht so ausgebaut wie heute. Wir verabredeten, am kommenden Wochenende Nachrichten in Zeitungen und Fernsehen anzusehen, und ich nahm eine Nachrichtensendung bei DW-TV auf Video auf. Im Unterricht danach sammelten wir die Nachrichten, von denen die Lerner meinten, dass sie auch bei DW-TV vorgekommen sein könnten und sammelten auch schon wichtige Schlüsselwörter. Danach sahen wir die Nachrichten im Video, notierten die Themen, sprachen darüber, evtl. macht noch jeder einen kurzen Text über ein ihn interessierendes Thema als Hausaufgabe.