Vorschläge für das Deutschpop-Festival
Udo Lindenberg
- Er gründete die erste Rockband mit deutschen Texten, die zwischen den politisch engagierten Songs von Rio Reiser mit „Ton, Steine, Scherben“ und Schlagern angesiedelt ist.
- Er hat das Schicksal der alten und der neuen Bundesrepublik mit seinen Songs begleitet.
- Viele seiner Songs gefallen mir.
- Seine gerade erschienene CD wird von der Kritik gelobt.
Geboren 1946, hatte er schon als Kind Spaß an Rhythmen und trommelte auf Benzinfässern. Sein erstes richtiges Schlagzeug bekam er 1962, begab sich auf Wanderschaft und landete nach verschiedenen Erfahrungen 1968 in Hamburg, wo er sich einer Folkloretruppe anschloss.
Gesucht als Schlagzeuger, hatte er mit eigenen Platten zunächst wenig Erfolg, bis er 1973 mit dem Album „Andrea Doria“ den Durchbruch schaffte. Und danach ist er mit Unterbrechungen bis heute aktiv.
„Lindenbergs Texte umfassen ein breites Spektrum. Die Lieder handeln sowohl von gesellschaftlichen als auch privaten und zwischenmenschlichen Themen. Dabei bedient er sich einer metaphernreichen Sprache und versteht es, Geschichten mit treffenden Worten zu erzählen … Lindenberg setzt sich seit Ende der 1960er Jahre mit den politischen Themen seiner Zeit auseinander. Viele seiner Lieder, wie Wozu sind Kriege da, sind Ausdruck seiner pazifistischen Weltsicht. … Er kritisiert die Umweltzerstörung … sowie soziale Missstände und wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen Nord und Süd …“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Lindenberg)
Sehr bekannt wurde 1983 sein Lied „Sonderzug nach Pankow“, in dem er vorschlägt, in der DDR spielen zu können, was ihm im Oktober dieses Jahres auch gelingt. Eine für das kommende Jahr vorgesehene DDR-Tournee wurde aber von der dortigen Regierung abgesagt.
Songtexte - Udo Lindenberg
Sonderzug nach Pankow
Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow
ich muß mal eben dahin, mal eben nach Ost-Berlin
ich muß da was klären, mit eurem Oberindianer
ich bin ein Jodeltalent, und ich will da spielen mit ‘ner Band
Ich hab’n Fläschchen Cognac mit, und das schmeckt sehr lecker
das schlürf’ ich dann ganz locker mit dem Erich Honecker
und ich sag’: Ey, Honey, ich sing’ für wenig Money
im Republik-Palast, wenn ihr mich laßt
all die ganzen Schlageraffen dürfen da singen
dürfen ihren ganzen Schrott zum Vortrage bringen
nur der kleine Udo - nur der kleine Udo
der darf das nicht - und das verstehn wir nicht
Ich weiß genau, ich habe furchtbar viele Freunde
in der DDR, und stündlich werden es mehr
och, Erich ey, bist Du denn wirklich so ein sturer Schrat
warum läßt Du mich nicht singen im Arbeiter- und Bauernstaat?
Ist das der Sonderzug nach Pankow?
Ich hab’n Fläschchen Cognac mit und das schmeckt sehr lecker…
Honey, ich glaub’, Du bist doch eigentlich auch ganz locker
ich weiß, tief in dir drin, bist Du eigentlich auch ‘n Rocker
du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal die Lederjacke an
und schließt Dich ein auf’m Klo und hörst West-Radio
Hallo, Erich, kannst mich hören
Hallölöchen - Hallo
Hallo, Honey, kannst’ mich hören
Hallo Halli, Halli Hallo
Joddelido
(Genosse Erich, im übrigen hat der Oberste Sowjet nichts
gegen ein Gastspiel von Herrn Lindenberg in der DDR.)
http://www.udo-lindenberg.de/sonderzug_nach_pankow.713.htm?mp3=0#
Das neue Album (März 2008):

Bei Amazon: Die hilfreichsten Kundenrezensionen
127 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension von Peter Mai hilfreich:
Selbst seine treuesten Fans hatten wohl kaum noch ernsthaft damit gerechnet das Udo Lindenberg irgendwann noch einmal ein so brillantes Album herausbringen wird, wie jetzt mit “Stark wie Zwei”. Denn auf dieses Comeback mussten seine Fans wirklich ziemlich lange warten. Wenn man zurückrechnet wann Lindenberg zum letzten mal mit einem neuen Album die Top 10 der deutschen Album-Charts eroberte, dann muss man weit zurückgehen bis ins Jahr 1984 wo er mit “Götterhämmerung” den dritten Platz erreichte. Natürlich kann man die Qualität eines Albums nicht nur am kommerziellen Erfolg messen. Selbst Spitzenalben wie “Andrea Doria” oder “Dröhnland-Symphonie” schafften es ja seinerzeit nicht in obere Chartregionen. Aber die Verkaufszahlen sind schon ein gutes Indiz dafür, wann ein Großteil der Fans damit beginnt sich von einem Künstler abzuwenden. Und bei Lindenberg war dies etwa ab Ende der 80er, spätestens aber ab Anfang der 90er Jahre der Fall. Das das neue Album nun so enorm erfolgreich ist, liegt wohl hauptsächlich an zwei Faktoren. Erstens ist es wirklich das beste Album seit “Udopia” aus dem Jahr 1981, und zweitens ist der internationale Musikmarkt qualitativ derart ausgetrocknet, das ein Album welches auch nur ansatzweise authentisch ist, in dem noch ein echter Musiker wirkliches Denken und Fühlen ausdrückt, geradezu sensationell wirkt. In dieser Beziehung ist Lindenbergs neues Album tatsächlich eine Sensation, denn es mutet schier unglaublich an, das jemand nach 20 Jahren scheinbarer Abwesenheit mit einem solch frischen, kraftvollen und modernen Album daherkommt und musikalisch vielleicht sogar seinen Höhepunkt erreicht. Man sollte auch allen an diesem Album beteiligten Leuten noch einmal seinen Dank aussprechen. Denn von der Instrumentierung über die Produktion und die Arrangements bis zur Aufnahmetechnik waren hier offensichtlich nur absolute Profis am Werk. Wenn dies Udo Lindenbergs letztes Album sein sollte, dann wäre ihm ein grandioses Abschiedswerk gelungen. Wir wollen aber doch lieber hoffen, dass es erst der Beginn einer neuen wundervollen kreativen Phase ist. Also, viel Glück Udo.
Und? Sind das nicht schon genug Argumente, Udo Lindenberg einzuladen?
Es gibt noch mehr:
Udo Lindenberg
Liebe Karin,
vielen Dank für deine ausführliche Begründung, warum man gearde Udo vLindenberg einladen sollte, obwiohl der stärkste Grund für mich ist: Viele von seinen SOngs gefallen mir.
Damit ahst du natürlicha alle AUfgaben im 1. Modul erledigt und kannst rihig abreisen.
Gute Fahrt!
Katja